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Neue EU Fahrzeugtypgenehmigungs-Verordnung angenommen

 

Das Europäische Parlament hat kürzlich  das Kompromisspaket zur Rahmenverordnung über die EU-Fahrzeug-Typgenehmigungs-Verordnung angenommen. Sie tritt am 1. September 2020 in Kraft.

Das Ziel dieser neuen Norm ist die verstärkte Marktüberwachung und Definition klarerer Rollen für die beteiligten Unternehmen.

Verbesserte Durchsetzung des Typgenehmigungsrahmens für Fahrzeuge, Systeme, Komponenten und getrennte technische Einheiten. Ebenso wurden klarere Verpflichtungen für nationale Behörden/technische Dienste formuliert und die EU-Aufsicht verstärkt.

Der angenommene Text Erläuterungen zum Zugang zu Reparatur-und Instandhaltungsinformationen (RMI). Diese sind zum Beispiel:

  • die weiter bestehende Möglichkeit, mit den technischen Informationen/Daten des Fahrzeugs über den standardisierten On-Board-Diagnosestecker zu kommunizieren, wenn das Fahrzeug stationär und in Bewegung ist (nur zum Auslesen).Das ist jetzt besser geklärt;
  • die Informationen, die für die Vorbereitung von Fahrzeugen für die technische Überwachung erforderlich sind, wurden in die RMI-Definition aufgenommen, da viele Verbraucher ihre Fahrzeuge vor der periodischen Inspektion zu einer Vorbereitungswerkstatt bringen.
  • eine Anpassung des Formats des RMI an den Stand der Technik, d. h. die Informationen für die technische Reparatur und auch die Ersatzteil-Identifikation können auch elektronisch verarbeitet werden.

Bessere Chancen für den freien Teilemarkt

 

Die neue EU-Typengenehmigungs-Rahmenverordnung (TAR) kann den diskriminierenden Wettbewerb für den freien Aftermarket (IAM) entschärfen. Der optimale Zugang zu den Reparatur- und Wartungsinformationen (RMI) bedarf aber noch einer robusten Gesetzgebung für die interoperable, standardisierte, sichere On-Board-Anwendungsplattform OBAP (ex OTP). Die FIGIEFA, der europäische Dachverband des Kfz-Teilehandels, präsentierte als weitere Herausforderung das Aftermarket Digital Unit (ADU)-Concept für „Going digital“.

Gemeinsam mit Vertretern der Generaldirektionen GROW, Automotive Unit, Anthony Lagrange, Legislative Officer, und Efren Sanchez-Galindo, Policy Officer, wurden die abgehakten und offenen Punkte vorgestellt und diskutiert. Dabei wurde seitens des Vorstandes der FIGIEFA auch festgestellt, dass zur Erreichung der geplanten Ziele noch ein beschwerlicher Weg zurückzulegen ist.

On-Board-Anwendungsplattform: Die nichtdiskriminierende offene Telematik-Plattform (OTP) bleibt eine Hauptforderung. Zu Extended Vehicle (ExVe) und Nevada (nachgeschalteter „neutraler“ Server) will der IAM die OTP oder im „Neusprech“ OBAP - Die interoperable, standardisierte, sichere On-Board-Anwendungsplattform in einem robusten Rechtsrahmen. Tatsächlich ist ein solcher nötiger denn je. Der umfassende TRL-Bericht der Kommission von 2017 bestätigt, dass die “interoperable, sichere, standardisierte Applikationsplattform im Fahrzeug” (wie auch in der e-Call Verordnung) die einzige akzeptable Lösung ist. TRL ist ein britisches Kompetenzzentrum für zukünftige Transporte; TRL bietet innovative Forschungs-, Technologie- und Softwarelösungen für den Landverkehr und die damit verbundenen Märkte Automobil, Motorsport, Versicherungen und Energie.

Freier OBD-Zugang: Der in der TAR festgeschriebene auch während der Fahrt freie OBD-Zugang muss noch ausformuliert werden. Ähnliches gilt für die Umsetzung der elektronisch maschinenlesbaren Datensätze für die Ersatzteilidentifikation. Was das Format der Informationen anbelangt, so sehen die geltenden Rechtsvorschriften seit zehn Jahren vor, dass die Fahrzeughersteller den unabhängigen Betreibern Zugang zu RMI gewähren müssen. Aber oft wurden sie für Service-Provider in der vorgelagerten Lieferkette unbrauchbar gemacht. Dies behinderte den Reparaturprozess und verursachte erhebliche Zeit- und Effizienzeinbußen.

Going digital: Weitere Themen der jüngsten Generalversammlung der FIGIEFA, an der Vertreter der nationalen Verbände teilnahmen, Österreich wurde durch VFT-Obmann KommR. Ing. Mag. Bernhard Dworak und seinem Stellvertreter Mag. Walter Birner repräsentiert, waren: wie kann man die Mitglieder bei „going digital“ unterstützen. Das Assistance Consortium (Aftermarket Digital Unit – ADU), das zu diesem Zweck gegründet wurde, soll digitale Geschäftsmodelle erarbeiten. Die Ergebnisse der „right-to-connect campain“, die den IAM auf seinen Weg ins digitale Zeitalter unterstützt, wurden ebenfalls diskutiert.

Typengenehmigung für Ersatzteile

 

So sind Sie auf der sicheren Seite

Typengenehmigte Ersatzteile oder Baugruppen sind dem freien Kfz-Teilhandel bestens bekannt. Soweit er die Produkte von einem renommierten Lieferanten bezieht, gibt es auch kein Problem beim Vertrieb. Neuerdings treten jedoch Anbieter, meist östlich von Österreich auf und wollen ihre Produkte im Großhandel platzieren oder über das Internet verkaufen. Wenn man da über die Nachweise für typengenehmigungspflichtige Ersatzteile Bescheid weiß, ist man auf der sicheren Seite.

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VFT verlängert die Zusammenarbeit mit "AUTOSERVICE"/WEKA

 

Am 25. April 2017 erfolgte die Vertragsunterzeichnung für die Verlängerung der exklusiven Zusammenarbeit mit "AUTOSERVICE" und WEKA Fachmedien Österreich. "AUTOSERVICE" ist somit weitere drei Jahre offizielles Verbandsorgan des VFT, Verband der freien Kfz-Teile-Fachhändler. Eine bereits 2011 gestartete  Kooperation findet somit ihre Fortsetzung. Der österreichische Kfz-Teile-Teile-Fachhandel hat in AUTOSERVICE auch in Zukunft einen verlässlichen medialen Partner.

 

 

Auf weitere gute Zusammenarbeit im Dienste der freien Kfz-Teilefachhändler in Österreich: (2.v.r.) Florian Zangerl, Verlagsleiter WEKA Fachmedien Österreich und Komm.-Rat Ing. Mag. Bernhard Dworak sowie (v.l.) AUTOSERVICE-Chefredakteur Andreas Übelbacher, die VFT-Obmann-Stellvertreter Viktor Majer, Komm.-Rat Ing. Wolfgang Dytrich, Mag. Walter Birner, VFT-Generalsekretär Erhard Zagler und Martin Steinhauser, Prokurist WEKA Fachmedien Österreich

 

 

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Definition: Original- oder Identteil

 In den Leitlinien zur  EG 461/2010 (Aftermarket-GVO) wird im Kapitel III "DIE ANWENDUNG DER ZUSÄTZLICHEN BESTIMMUNGEN IN DER KFZ-GRUPPENFREISTELLUNGSVERORDNUNG" in Ziff. 19 ausgeführt:

„Originalteil oder -ausrüstung“ ist ein Teil oder eine Ausrüstung, das/die nach den Spezifikationen und Produktionsnormen gefertigt wird, die der Kraftfahrzeughersteller für die Fertigung von Teilen oder Ausrüstungen für den Bau des betreffenden Kraftfahrzeugs vorschreibt. Hierzu gehören Teile oder Ausrüstungen, die auf derselben Fertigungsstraße gefertigt wurden wie die Teile oder Ausrüstungen für den Bau des Kraftfahrzeugs. Bis zum Nachweis des Gegenteils ist davon auszugehen, dass Teile Originalteile sind, wenn der Hersteller bescheinigt, dass die Teile die gleiche Qualität aufweisen wie die für den Bau des betreffenden Fahrzeugs verwendeten Bauteile und nach den Spezifikationen und Produktionsnormen des Kraftfahrzeugherstellers gefertigt wurden (siehe Artikel 3 Nummer 26 der Richtlinie 2007/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. September 2007 zur Schaffung eines Rahmens für die Genehmigung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern sowie von Systemen, Bauteilen und selbstständigen technischen Einheiten für diese Fahrzeuge.

 

 

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